Das Windrad, die Windturbine und der Windgenerator sind Geräte mit denen sich
Strämungsenergie in elektrische Energie umwandeln lässt.

Durch die typische Form der Flügel eines Windrades entsteht ein Druckunterschied zwischen Vorder- und Rückseite der den aus mehreren Flügeln bestehenden Rotor in Bewegung setzt. In der Mitte des Rotors sitzt eine Achse, die mit einem Generator im Turbinenhaus verbunden ist. Dort wird die Drehung in elektrische Energie mit zunächst niedriger Spannung umgewandelt.
Ein weiterer Teil des Generators hilft, die erzeugte Spannung zu erhöhen, damit sie sicher zu Dir nach Hause transportiert werden kann. Damit das Windrad stets mit größter Wirksamkeit arbeitet, lässt es sich in die Richtung drehen aus welcher der Wind kommt.





Ungarn liegt in einer Region mit ´gemäßigten´ Windgeschwindigkeiten. Auch wenn die Voraussetzungen für die Gewinnung von Windenergie günstig sind gibt es bisher nur wenige Windkraftwerke.

Vorteile
  • Wind ist eine erneuerbare Energiequelle und steht unbegrenzt zur Verfügung
  • Windenergie ist eine saubere Energie und verursacht keine klimaschädlichen Ausstöße
  • Windräder benötigen nur eine kleine Fläche
  • Der Bau von ´Windparks´ ist einfach, ihr Betrieb sicher und die Kosten dafür niedrig
Nachteile
  • Die Energieerzeugung durch Wind ist vom Wetter abhängig: die Turbinen funktionieren nicht bei sehr schwachem Wind und bei Sturm
  • Für einige Tierarten bedeuten Windräder eine Störung ihres Lebensraums, für einige können sie sogar gefährlich werden
  • Windparks können die Landschaft verschandeln
  • Die laufenden Windräder erzeugen Geräusche und können daher nicht in der unmittelbaren Nähe von Wohngebieten aufgestellt werden.


Das größte Windkraftwerk der Welt auf dem Festland befindet sich in der chinesischen Provinz Gansu und hat eine Leistung von 8 Gigawatt. Später soll es sogar noch bis auf 20 Gigawatt ausgebaut werden. Eine Stunde der in diesem Kraftwerk erzeugten Energie würde ausreichen um Deinen Computer 2.700 Jahre Tag und Nacht zu betreiben!

Die Kraft des Windes können wir im Freien jeden Tag spüren. Schon lange nutzen die Menschen diese Kraft in Landwirtschaft, Verkehr und Gewerbe. Denk´nur an die Windmühlen, die zum Mahlen des Getreides dienen, oder an die Segelschiffe, die früher Waren aus fernen Ländern über die Ozeane zu uns brachten.

Tier- und Pflanzenwelt nutzen den Wind: er transportiert die Pflanzensamen und Pollen über große Entfernungen und sorgt so für die Vermehrung und Ausbreitung der Pflanzen.

Zugvögel lassen sich in großer Höhe über viele tausend Kilometer hinweg von Windströmungen tragen, andere wie z.B. unser heimischer Mäusebussard kreisen in der Thermik aufsteigender Warmluft und halten Ausschau nach Beute.



Das größte im Meer errichtete Windkraftwerk befindet sich vor der Ostküste Englands. Dort erzeugen 175 Rotoren eine Leistung von 630 Megawatt beziehungsweise jährlich 2.500 Gigawattstunden elektrische Energie. Es war sogar geplant diesen Windpark noch zu erweitern, dies wurde aber nicht genehmigt weil man die Vogelwelt und insbesondere die dort vorkommenden Sterntaucher schützen will.

Die Windstärke nimmt mit zunehmender Höhe über dem Boden stärker. Daher werden immer höhere Windräder erbaut. Waren ihre Masten vor rund 30 Jahren nur 30 meter hoch und die Rotorblätter 8 bis 20 meter lang, erreichen die Masten heute eine Höhe von über 100 meter und die Rotorblätter eine Länge von 60 meter und darüber. Das weltgrößte Windrad benötigte alleine für das Fudament 2.500 Tonnen Beton, damit der 200 meter hohe Mast sicher steht. Die Rotorblätter dieses Giganten sind 83,5 meter lang und bis zu 4,2 meter breit!


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