Wasserkraftwerke werden an großen Flüssen, an natürlichen Seen oder in künstlichen Stauseen errichtet. Durch das künstliche Aufstauen des Gewässers mithilfe von Wehren oder Dämmen wird ermöglicht, das Wasser beim Hinabströmen vom höher gelegenen in den tieferen Bereich eine Turbine durchläuft.
Diese treibt einen Generator an. Die dadurch erzeugte elektrische Energie wird in das Stromnetz eingespeist.
Nach dem Austritt aus der Turbine fließt das Wasser in seinem natürlichen Flußbett weiter. Einige Kraftwerke nutzen auch das durch Ebbe und Flut entstehende Gefälle an den Meeresküsten aus.



Zur Erzeugung von Wasserenergie benötigt man wasserreiche Gewässer deren Strömung und Gefälle den dauernden Betrieb von Turbinen ermöglichen. Solche Gewässer sind im überwiegend flachen Ungarn kaum vorhanden. Es gibt zwar kleinere Kraftwerke aus früheren Zeiten. Ihre Gesamtleistung macht jedoch nicht einmal 1% der ungarischen Energieerzeugung aus. Neue Wasserkraftwerke können hingegen wegen des sehr strengen Naturschutzes in Ungarn kaum noch gebaut werden.

Vorteile
  • Wasserkraft ist eine erneuerbare Energieform, da der Wasserkreislauf stetig ist. Solange genug Wasser zur Verfügung steht
  • Kraftwerke an Stauseen ermöglichen es die Stromerzeugung so zu steuern wie es dem aktuellen Bedarf entspricht.
  • Ist ein Wasserkraftwerk erst errichtet, ist der Betrieb und somit der durch Wasserkraft erzeugte Strom billig.
Nachteile
  • Durch die natürlichen Bedingungen des Geländes stehen Orte und Gewässer die zum Bau von Wasserkraftwerken geeignet sind nur begrenzt zur Verfügung.
  • Der Bau von Dämmen und Kraftwerken entlang großer Flüsse ist sehr aufwändig und dadurch teuer
  • Das Aufstauen von vorher ´trockener´ Landschaft bedeutet einen erheblichen Eingriff in die natürliche oder kulturelle Umgebung: Täler werden geflutet, manchmal müssen sogar ganze Ortschaften aufgegeben und an höher gelegener Stelle wieder aufgebaut werden.


Eines der größten Wasserkraftwerke der Welt ist der chinesische „Drei Schluchten Staudamm“, der eine Breite von 2,5 Kilometer und eine Höhe von 185 Metern hat. Die Fläche des aufgestauten Sees ist größer jene der Stadt Budapest! Der Preis für die Gewinnung riesiger Energiemengen an diesem Staudamm war hoch, denn alles was sich in dem gefluteten Gebiet befand musste entfernt werden – darunter viele Dörfer.




Die Wassermühle von Túristvánd wurde an einem Seitenarm des Flüsschens Túr errichtet. Sie ist eine der wenigen heute noch funktionierenden Wassermühlen Ungarns.

In unserem Tiergarten werden die jährlich anfallenden ca. 2.500 Kubikmeter Regenwasser nicht weggeleitet, sondern zur Bewässerung der vielen, teilweise exotischen Pflanzen verwendet.

Die „Rose von Jericho“ ist eine Pflanze die in der heißen Wüste über Jahre ohne Wasser auskommen kann. Das Geheimnis ihrer Überlebensfähigkeit ist dass sie bei Trockenheit zu einem einm kugelförmigen Gebilde zusammenschrumpft, das durch den Wind oft kilometerweit über das trockene Land transportiert wird. Findet sie Wasser blüht sie innerhalb von Minuten auf und bildet Wurzeln. Versiegt das Wasser, schrumpft die Rose von Jericho wieder zusammen.



Entlang der Küsten Schottlands besteht ein riesiges Potential von 29 Terawattstunden, welches durch sogenannte Gezeitenkraftwerke gewonnen werden könnte. Einige Kraftwerke wurden schon gebaut. Sie funktionieren ähnlich wie Windkraftwerke mit großen Rotoren, mit dem Unterschied dass statt der Bewegungsenergie der Luft jene des Wassers genutzt wird.

Einen anderen neuartigen Typ des Wasserkraftwerks nennt man Wellenkraftwerk: hier schwimmen mehrere große zylinderförmige Körper auf der Meeresoberfläche die über Gelenke gekoppelt sind. An den Gelenken sind hydraulische Pumpen befestigt, die einen Generator antreiben. Weil die aneinander geketteten Stahlkörper eine gewisse Ähnlichkeit mit einer Schlange aufweisen, trägt so eine Anlage auch den Namen „Seeschlange“.


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