Sonnenkollektor

In einem Sonnenkollektor befinden sich wassergefüllte Rohrschlangen. Diese heizen sich bei Sonneneinstrahlung auf und erwärmen das in ihnen enthaltene Wasser. Je besser der Kollektor zur Sonne hin ausgerichtet ist desto besser funktioniert die Erwärmung.
Das im Rohrsystem erwärmte Wasser eines Wohnhauses gibt seine Wärme im sogenannten „Wärmetauscher“
an die kalten Rohre des Heizungssystems ab oder wird zur Bereitung von Warmwasser für das Bad verwendet.


Solarzellen


Solarzellen dienen, auf Dächer, Hauswände oder freistehende Gerüste montiert als Mittel zur Gewinnung elektrischer Energie aus Sonnenlicht. Dieses Verfahren wird Photovoltaik genannt. Während sich kleine Solarzellen schon seit geraumer Zeit u. a. auf Taschenrechnern finden, sind große Photovoltaikanlagen eine vergleichsweise neue Erfindung.
Sie alle wandeln die Sonnenstrahlung in elektrische Energie um.
Um diese nutzen zu können wird der in der Solarzelle erzeugte Gleichstrom durch technische Hilfsmittel in Wechselstrom umgewandelt.
Bei unabhängigen Photovoltaikanlagen den erzeugten Strom auch speichern zu können, baut man Akkumulatoren ein. Andrerseits ist es meistens sinnvoll eine solche Anlage an das Stromnetz anzuschließen denn so kann überschüssiger Sonnenstrom dorthin abgegeben werden.



Wegen der günstigen Voraussetzungen sind in Ungarn Sonnenkollektoren und Solarzellen zur Stromerzeugung mehr und mehr verbreitet. Während Solarkraftwerke wegen der intensiven landwirtschaftlichen Nutzung der Böden nicht auf dem Land installiert werden, kommen sie auf den Dächern von Wohnhäusern und anderen Gebäuden mehr und mehr zum Einsatz.

Vorteile
  • Solange die Sonne existiert, steht Sonnenenergie auf unserer Erde in unbegrenztem Umfang zur Verfügung
  • Die Sonnenwärme und das Sonnenlicht sind für alle kostenlos
  • Sonnenenergie ist eine saubere Energie, deren Erzeugung keine schädlichen Treibhausgase verursacht
  • Mit Sonnenenergie kann auch in entlegenen Gebieten, die nicht an das Stromnetz oder an Fernwärmeleitungen angeschlossen sind warmes Wasser und Strom erzeugt werden.
Nachteile
  • Die Erzeugung solarer Energie hängt stark von der Intensität der Sonneneinstrahlung ab. Bei Dunkelheit und schlechtem Wetter kann nur wenig oder gar keine solare Energie erzeugt werden
  • In Gebieten mit wenig Sonnenschein lohnt sich der Bau und Betrieb von Solaranlagen nicht
  • Die Produktion von Sonnenkollektoren und Solarzellen ist teuer und nicht umweltfreundlich und benötigt selbst viel Energie.






Das größte Solarkraftwerk Frankreichs befindet sich in Colle de Mées. Es besteht aus 112.780 Sonnenkollektoren und nimmt eine Fläche ein die doppelt so groß wie das Budapester Stadtwäldchen. Es versorgt 12.000 Häuser mit Strom!

Oft kannst Du Schildkröten und Eidechsen beobachten die sich sonnen. Die Körpertemperatur dieser Tiere ist nicht konstant, sondern steigt oder sinkt je nach Umgebung und Tageszeit. Man nennt sie daher wechselwarm. Die Sonnenstrahlung hilft ihnen bei der Entwicklung ihres Knochenbaus und dient dazu sich bei Tagesbeginn auf ´Betriebstemperatur´ zu bringen.


Sonnen“kraftwerke“ können aber auch sehr klein sein: die Terminals der MOL-Bubi-Stationen in Budapest werden alle mit Solarstrom betrieben.


Die von den Raumfahrtnationen USA, Russland, Japan, Kanada und Europa betriebene Internationale Raumstation International Space Station ISS wird mit Solarstrom betrieben.

Das Flugzeug Solar Impulse 2 umflog zwischen März 2015 und Juli 2016 mit 16 Zwischenlandungen die Erde ohne einen Tropfen Kerosin zu verbrauchen und legte dabei eine Strecke von rund 42.000 Kilometer zurück. Auf seinen 72 Meter langen Flügeln sind 17.000 Solarzellen angebracht. Sie treiben nicht nur die Elektromotoren der 4 Propeller an sondern versorgen auch Batterien, mit deren Ladung das Flugzeug auch nachts unterwegs sein kann!




Als Passive Solarenergienutzung bezeichnet man die Nutzung der Wärmestrahlung für die Temperierung eines Gebäudes ohne weitere Hilfsmittel als die Gebäudehülle selbst. Diese Nutzung der Sonnenenergie ohne Hilfsmittel war bereits den Menschen der Steinzeit bekannt: die Eingänge zu ihren Hütten zeigten zur Sonne, so dass diese durch die Öffnungen hineinschien und das Innere der Behausung erwärmen konnte. Heutzutage macht man sich die wärmende Kraft der Sonne auch durch die Orientierung der Gebäude zur Sonne, die Größe der Fenster und spezielle Baumaterialien zunutze.
 




Auf unserer Erde gibt es viele Orte, die nicht and das allgemeine Stromnetz angeschlossen sind: oft weil sie so abgelegen sind dass sich ein Anschluss nicht lohnt. Aber auch in den entlegensten Regionen scheint die Sonne, und so werden immer mehr und immer bessere Solargeräte entwickelt, mit deren Hilfe man gänzlich ohne Strom warmes Essen oder Trinkwasser zubereiten, Licht erzeugen oder Geräte betreiben kann.


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